Samstag, 17. Januar 2009

Großer Hunger, kleine Salate

Am Freitag - gegen frühen Mittag - fanden wir uns zum ersten "Pflichttermin" im Berkeley College in Manhattan ein. Nach der üblichen Einführung und einiger Verwaltungsvorgänge, stellten sich ein paar der Professoren vor.
Das Sortiment der "Faculty" reichte vom Zwei-Meter Amerikaner über die indische Frau im Zirkus-Zarazani Kleid bis zum harten Latino Professor mit geilem Hulk-Hogan Gedächtnisschnürres und Kaffeefleck auf dém Anzug.
Als wir dann endlich, nach einer halben Stunde warten im Aufenthaltsraum des College im Hauptgebäude - der unter Anderem einen 2x2 Meter Flachbildschirm mit Playstation3 und großer DVD Auswahl beheimatet - unsere gaaaannz wichtigen College IDs hatten, ging es gemeinsam auf die Suche nach einer adäquaten Mittagsverpflegung.

Schnell einigte man sich auf italianensische Küche und so zog man hinaus in Richtung Little Italy um dort einen passenden Laden zu suchen.
Nach einer kurzen Bahnfahrt erreichte man Downtown Manhattan und schnell stand man vor einem Restaurant, von dessen Besuch uns nur das Übliche "hin&her" vor der Tür trennte.
Im Endeffekt betrat dann der Großteil der Gruppe das "bleue orange", der Rest machte sich auf um ein anderes Lokal zu suchen.
Am Tisch bemerkte man dann schnell, was man sich angetan hatte! Wir schafften es tatsächlich, auf dem Weg nach Little Italy in einem französischen Restaurant hängen zu bleiben!! Französisches Restaurant!! Genau das Richtige, wenn man großen Hunger hat...
Die Tageskarte offenbarte zwar ein nettes Gegenprogramm zum Fast-Food Alltag, aber wenn man eine 40cm Durchmesser Pizza erwartet, dann ist der Salat nicht dein Freund.

Als Vorspeise konnte ich zum Glück eine von meiner Sitznachbarin verschmähte Zwiebelsuppe mit Käsebrot verhaften, die zwar zunächst recht seltsam daher kam, sich jedoch als relativ lecker herausstellte.
Die Suppe war noch ihr letztes Lied am singen, da kam schon der prächtige Hauptgang:
Mein Lalalairgendwasfranzösisches Beet Salad. Das auf der Karte "beet" statt "beef" stand, dämmerte mir so langsam, als der Teller von dem Deutschbrocken vor sich her stammelnden Chef. Nun ja, ausser der roten Beete, die ich mir aber bis zum Ende reindrückte, war es jedoch ein sehr guter Salat - angereichert mit leckerem Dressing, Walnüssen und Ziegenkäse. Satt war man natürlich nicht, aber es reichte um gut gewappnet der anstehenden Happy-Hour entgegenzutreten.

Ein guter Espresso rundete das Essen ab und mit insgesamt 13,50USD war es alles noch in halbwegs geordneten finanziellen Bahnen, wobei 10$ für den Salat günstiger waren als 3,50$ für den Espresso (auch wenn der schon doppelt war).
Immerhin hatten wir viel Spass und es war wirklich schön, das nach dem Essen der Magen einmal "Danke" sagen konnte und nicht in wilden Krämpfen sein Unbehagen äusserte, wie er es schon das ein oder andere Mal seit meiner Ankunft getan hat.
Das tat er jedoch am heutigen Morgen, nach einem sehr lustigen Abstecher ins New Yorker Nachtleben. Dazu später mehr...

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2 Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Ich , bzw wir für unseren teil, haben sehr gut für wenig geld gegessen...wir waren das schlaue abspaltergrüppchen, die sich nicht dem überteuerten französischen hungerhakenlunch hingegeben haben, sonden jute nudeln mit lecker soße, salat und brot gegessen haben-rischtisch Italy, aber nix little, sondern so groß,dass 2davon satt geworden wären....ätschebätsch ;-)

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