Sonntag, 18. Januar 2009

Von japanischer Karaoke und kölschem Bier
















Nach dem Besuch des französischen Restaurant, folgten wir dem Hinweis unserer "Divisionsleiterin" (das heisst wirklich so!) und fuhren zur 38. Straße, wo es in einer Bar eine Happy-Hour geben sollte.
In den durstigen Köpfen wurden schon die Cocktailkarten und Longdrinklisten durchgegangen, als man feststellen musste, das in dieser asiatischen Karaokebar die Happy-Hour (von 16-19Uhr) nur für Bier und Wein gilt.
Besser als nichts´war also das Motto und schon stöberte man in der kleinen Karte nach dem passenden Nachmittagstrunk.
Die Auswahl an Bier vum Faß war recht überschaubar und so fiel meine Wahl auf "Harp Lager" in der 400ml Version, was sich als sehr gute Wahl herausstellte.
Leider konnte die japanische Kellnerin sich nicht ánnähernd mit einem deutschen Kellner oder gar einem Köbes messen, weshalb man stets an der Theke für Nachschub sorgen musste.
Ein Glas dieses ´Bieres kostete übrigends ca. 3,30$ was ungefähr 2,50€ sind. Eigentlich ein guter Preis.
Da jedoch das Tempo der Bierlieferungen zu wünschen übrig ließ, ging man zu Phase II über: Dem Pitcher. Der Pitcher sollte eine gute Wahl werden, da nun, während in Villa Riba noch an der Theke gestanden wurde, in Villa Bajo schon wieder gefeiert wurde.
Das Niveau der Sangeskünste war durchweg auf gutem Niveau, vor Allem die Japaner am anderen Ende der Theke zeigten, wer der wahre Meister auf diesem Gebiet ist.
Böse wurde es erst, als irgendwer auf den Trichter kam, dass wir 4 Jungs eine nette Combo wären, die den mittlerweile sehr vollen Laden mit Karaoke bereichern sollten.
Ich weiss nicht wer es war, aber es war gut, daß jemand von Aqua das Lied "Barbiegirl" aussuchte, da man dieses nicht wirklich singen brauchte. Die ganz hohe Kunst war es vielmehr, den Part des lustigen Glatzkopfs so tief und den Teil der Barbie so hoch wie möglich nach draussen zu schreien. Nach knapp 4 Minuten war der Spass jedoch vorbei, sprechen oder gar singen konnte nach diesem Stimmwechselinferno jedoch sowieso keiner mehr.
Keine Ahnung wieso, aber der letzte Drink in diesem Laden sollte ein doppelter Tequila werden bevor man auszog um ein "German Pub" zu suchen. Immerhin war es schon kurz nach 7pm und der trinkwütige Deutsche gibt sich bekannterweise nicht mit kleinen Mengen Bier zufrieden.

Nach einer gefühlten Ewigkeit und mit bei minus 10Grad C fast vollständig erfrorenen Gliedmaßen erreichte man das Lokal "zum Schneider". Leider wurde uns der Zutritt verwährt, da es dort drin sehr voll war und wir immerhin mit über 10 Leuten dort aufschlugen. Immerhin durfte ich rein um das Klo aufzusuchen und konnte so feststellen, dass man zu späterer Stunde unbedingt in diesen Laden musste.

Zunächtst steuerte man jedoch eine andere Bar um die Ecke an, das "Niagara".
Ein sehr netter Laden, in dem man aber nur kurze Zeit (ca. eine Stunde) bleiben sollte.
Ich gönnte mir einen halben Liter Amstel für unschlagbare 6 Dollar (4,5o€) und einen Vodka-Redbull für 9$ (6,75€). Zumindest das Bier war zwar über deutschen Preisen, aber immerhin waren wir mitten in Manhattan, genauer in East Village. Der Vodka Redbull lag ungefähr auf deutschem Preislevel, war allerdings auch mit besten Zutaten und von guter Durchschlagskraft, es hatte sich also wenigstens gelohnt.
Im Übrigen machte sich eine weitere nette Sache bemerkbar: In Bars in denen kein Essen servíert wird, darf man sich kleine Snacks mitbringen bzw. mit rein nehmen, so daß wir über eine von einem Mittrinker spendierte Pizza herfielen konnten.

Erstal zu zweit zogen wir dann zurück zum "Schneider", in dem schon eine gute Stimmung herrschte. Im hinteren Teil des Raumes war noch eine kleine Theke mit Platz für 2 Popos und ein blick in die Bierkarte ließ uns staunen.
Es gab fast von jeder Sorte Bier einen Vertreter. Vom Hofbräu über Jever bis zum Reissdorf Kölsch.
Wir entschieden uns für die kleinste Möglichkeit, die Hofbräu Maß. 1Liter kostete 10$ was mit umgerechnet 7,50€ unter dem Maßpreis auf dem Oktoberfest liegt. Die Bedienung war auch aus Deutschland uns spendierte uns einen Korb "deutsches Brot", welches nach dem Weissbrot was man hier sonst so kaufen kann eine wahre Offenbarung war. Es war einfach unbeschreiblich lecker und wir beschlossen, beim nä. Liefertermin uns 1-2 Laibe zu besorgen.
Irgendwann stießen auch die letzten 2 anderen Überlebenden aus dem Niagara zu uns und man quatschte sich so durch den Laden, da Amerikaner sich in einer deutschen Bar anscheinend sehr über "real Germans" freuten.
Nach Rammstein aus den Boxen und noch einer Maß wurde es Zeit für ein Reissdorf. Leider vergaß ich das kleine zu bestellen, aber das war zu dem Zeitpunkt auch eigentlich völlig egal.

Irgendwann war man sowieso nur noch zu zweit und man versuchte sich auf den heimweg zu machen. Das erste Taxi wusste nicht wo die von uns angegebene Adresse war und irrte durch die Stadt, weshalb wir beschlossen, mit der Metro zu fahren.
Leider wussten wir nach der Taxifahrt nicht mehr wo wir waren und unser Zustand ließ auch kaum noch zu das man es herausfand.
Da die Temperatur mittlerweile sehr sehr weit unter Null war, rannten wir durch die Straßen auf der Suche nach einem neuen Taxi. Dieser konnte uns zwar nach Brooklyn bringen, war dort aber auch mit seinem Latein am Ende, weshalb wir wieder einmal durch die Kälte rannten und keine Ahnung hatten wo wir waren. Der nächste Taxifahrer wusste auch nicht wo wir hinwollten und wieder irrte man durch die zufrierenden Straßen Brooklyns. Da wir nun brennenden Hunger hatten, ließen wir uns von dem Fahrer der endlich Ahnung hatte nicht nach Hause, sondern an die Hauptstraße bringen. Da es aber schon fast 3am war, hatte auch hier nichts mehr auf. Ganz toll. Wieder rannte man von dort aus los in Richtung Heimat, denn 1 Block weiter von unserer Wohnung ist ein (sehr leckerer) 24/7 Burgergrill, der uns noch mit BaconCheese Burgern und Pommes versorgte und sich wohl dachte "Welche Spinner" bei ihm total Hacke um diese Uhrzeit vorbeikommen.
Endlich daheim zog man sich noch den sehr geilen Burger rein und beendete einen sehr anstrengenden und lustigen Tag "leicht angescheppert" im Bettchen...

2 Kommentare:

  1. Das nenne ich Urlaub. Und vor allem die absolut richtige Einstellung zum trinken. Weiter so !

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  2. Der Urlaub ist leider orgen vorbei ;-)

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