Donnerstag, 9. April 2009

Operation: Palmensturz





















Nach dem der für Leute mit "kölsch bloot" in der Regel enorm wichtige Karneval dieses Jahr nur sporadisch genoßen werden konnte, brauchte man dringend einen Ausweichplan.


Aufgrund einer strategisch sehr günstigen Lage der eigenen Verbände und vorbildlicher Moral der Truppe entschied man sich für einen Plan, der seit Beginn der Amerikaexpedition in der Schublade lag. Operation: Palmensturz.


Das Operationsgebiet sollte sich am Golf von Mexiko befinden, genauer:
man zog in die Schlacht um Cancun, SPRING BREAK 2009.

Circa 2 Wochen vor Antritt der Reise wurde schnell noch eine Stube im legendären "Grand Oasis Cancun" gemietet und eine Flugverbindung hergestellt.


Losgehen sollte es Donnerstag, den 5. März um 5:15 in New Ark Intl. / New Jersey.

Nach dem man sich im Eisschrank von Manhattan noch mit Strandausrüstung versorgte, musste man nur noch den Mittwoch ohne Schlaf umkriegen und man machte sich gegen 0:30 Donnerstags auf den sehr langen und von unserer Ausgangsposition umständlichen Weg nach New Jersey.

Mehr oder weniger problemlos bestieg man den Flieger. Störend war nur, dass amerikanisches Bodenpersonal einen Inhaber eines deutschen Reisepasses anscheinend grundsätzlich für einen Holländer hält. der kleine Unterschied zwischen "Dutch" und "Deutsch" ist aber auch ziemlich schwer zu erkennen. Ja, das meine ich evtl. sogar ernst! ;)

Nun denn, wenige Zeit später landete man sicher in Charlotte, Bundesstaat North Carolina.

Dort galt es nun, ca. 90 Minuten auszuharren, bevor man Richtung Cancun weiterfliegen konnte.

Schnell war man sich einig, wie das Programm auszusehen hatte und man steuerte zielsicher eine "Tequileria" an. Leider waren es erst 6:45am und man wollte erst um 0700 ausschenken.

"Du Penner!!" dachte man sich! (dachte!!) und wartete brav bis 0700.

Minuten wie Stunden, aber irgendwann war es soweit und der Doppelte stand vor uns, war jedoch auch schnell wieder weg. Nun ja, so ist es halt - das Schicksal eines Tequilas!


Endlich im Flieger nach Cancun! Flug wunderbar, Einreise in die Vereinigten Staaten von Mexiko problemlos.

Aber wie hieß das Hotel denn nochmal genau? Oasis? Ja, aber welches, gibt es leider sehr viele Oasis in und um Cancun.

Erstmal in den Shuttle Bus. Über eine Art Mischung aus Landstraße und Autobahn ging es in die "Hotel Zone".

Um es kurz zu machen:




1. Hotel falsch -Taxi

2. Hotel falsch -Taxi

3. Hotel falsch -Taxi

4. Hotel richtig, aber falsches Gebäude - nein, kein Taxi! Füße.

An der Rezeption erfuhren wir zwar, dass unser Zimmer erst in einigen Stunden frei werde, aber dafür hat man ja sein schönes "All-Inclusive-Bändchen".

Man beschloss, an der Bar auf das Zimmer zu warten...

Fortsetzung folgt...
;)






Montag, 9. März 2009

Ankündigung

Auf Grund einiger anderen Verpflichtungen und zeitweiliger Abwesenheit kam ich leider seltener zum Erstellen meiner Blog-Artikel.
Bald geht es aber weiter, unter Anderem mit einem Bericht über den Besuch unseres südlichen Nachbars:

Mexiko!

Bis Bald!

Mittwoch, 18. Februar 2009

In der Ferne...




Zum ersten Mal muss ich Karneval fern der Heimat feiern.

Ich wünsche den Freunden des Brauchtums viel Spass und versuche auch hier im fernen Amerika das Beste draus zu machen!

Em Hätze in Kölle! Vill Freud un ne joode Zick am Rhing!

Samstag, 14. Februar 2009

Schnitzel um Schnitzel

Donnerstag, der Tag der unser Wochenende einleitet, hatte mal wieder so einiges zu bieten.

Die WG lud zum Schnitzel und Kartoffelsalat fassen ein und viele folgten dem Ruf aus dem interessanten Brooklyn.
Schon am Mittwoch begann eine Heidenarbeit:
Fleisch für mehr als zehn Mäuler musste gekauft, getragen und verarbeitet werden.
Da die stets besorgte Vermieterin ihre "IM" Tätigkeit unter uns abgeschlossen hat und wieder woanders wohnt, konnte das Klopfen dieses Mal nach drinnen verlegt werden. Nach dem ich ca. 20 Stücke Fleisch von teils sehr widerwärtigen blutigen Fettfurunkeln entfernt hatte, packte ich sie und schlug mit dem Topf auf sie ein. Schon nach dem zweiten Hieb ging leider unser Schneidebrettchen zu Bruch und so musste der Küchenboden als Schlachtfeld herhalten. Fachmännisch verpackt in Gefrierbeutel durch meine emsigen Küchenkollegen, knallte der Topf wieder und wieder auf das nun essbare Fleisch. Während ich mir die Hände wund kloppte, versorgten die anderen Köche das Fleisch und machten es bettfertig für den nächsten Tag.
Noch während des Klopfens klopfte es an der Tür. Diesmal war es nicht die verehrte Vermieterin, sondern die werten Franzosen die über uns wohnen. Diese wollten gerade das Haus verlassen und erkundigten sich im Vorbeigehen über den doch immensen Geräuschpegel.
An sich nichts verwunderliches, hätten die Franzosen nicht den Hang dazu, mitten in der Nacht sehr laute und unerklärliche Geräusche zu produzieren. Wir vermuteten, dass sie wohl Nachts entweder eine Bowlingbahn oder eine Curlinganlage in die Wohnung bauen und diese danach täglich bzw. nächtlich ausgiebig ausprobierten.
Ihre mögliche Angst vor einem "Fall Gelb" konnten wir jedenfalls lösen und endlich weiter arbeiten.

Nacht.
Tag.
Uni.
Abend.

Es war soweit. Als die ersten Gäste den Weg zu uns schon gefunden hatten, mussten die letzten und noch schnell nachgeorderten "Pork Cuts" noch zu servierfähiger Nahrung verarbeitet werden bevor es daran ging, die Küche Einsatzbereit zu machen.
Unsere 2 Pfannen, von der eine eine Ölschluckende Kuhle hat, mussten mit Öl gefüllt und auf Hochtouren angeheizt werden.
Jetzt musste im Akkord und schnell gearbeitet werden.
Während zu meiner Linken ausgepackt wurde wie wild und ich wie der Blitz panierte, musste der dritte im Bunde braten und wenden und die fertigen in den Ofen hiefen, damit sie schön warm blieben.

Zu erwähnen ist noch die Leistung unserer Kartoffelsalatproduzenten. Mehrere Netze größter Kartoffeln wurden geschält, gekocht, geschnitten und mit feiner S0ße versetzt.

Es konnte irgendwann endlich gegessen werden und eine längere Schlange erwaretete ihre Schnitzel. Nach dem alle mit Fleisch und Salat versorgt waren, setzten sich alle zehn anwesenden Damen ins Wohnzimmer und aßen. Ein unglaubliches Bild mit unglaublicherem Ton:
Es fiel kein Wort. KEINS! 10 Frauchens saßen einfach da und schwiegen.

Der Abend verlief im weiteren so, dass einige tranken und andere auch. Manch einer beteiligte sich auch an einem amüsanten Trinkspiel, bei dem ich mir das Mischen von Bier, billigstem Rotwein mit Eiswürfeln und Vodka besser gespart hätte. Aber nun gut, so ist das nun mal in Trinkdiktaturen. Es wird getrunken was der Chef befiehlt, wer nicht spurt kommt ins Gulahg der Systemverweigerer.

Ins Guhlag musste keiner und die letzten gingen erst sehr spät, weswegen der Freitag leider ausfallen musste.

Trotzdem war es ein netter Abend und wenn keiner gelogen hat, dann hat es allen sehr gut geschmeckt und alle wurden satt. Die meisten von einem, so dass wir Herren der Evolution uns 4 Fleischlappen in die Organe quetschen konnten.
Eine nette Eigenschaft eines nicht genannten WG-Bewohners machte sich im Laufe des Trinkens bemerkbar: Mit fortschreitenem Alkoholkonsum, steigt der Drang nach einer aufgeräumten Wohnung was sich dadurch äußert, das ein Jemand anfängt wirklich aufzuräumen.

Es ist übrigends noch Bier da!

Freitag, 6. Februar 2009

Amerikaner und Kino...



Man achte auf Gesicht des Kindes nach dem Film






Als letztes Ereignis dieses Abends beschlossen wir, dem örtlichen Lichtspielhaus am Times Square einen Besuch abzustatten.
Da man sich mit so vielen Leuten generell schlecht auf eine Kategorie Film einigen kann,
separierten wir uns von Anfang in 2 Gruppen.
Unsere Horrorfilmgruppe und die Andere, die irgendwas anderes gucken wollten. Für uns stand seit Tagen fest, den Film "My Bloody Valentine" anzuschauen, zu mal dieser in 3D gezeigt wird.

Im Kino angekommen stellten wir jedoch fest, dass die 20:30 Vorstellung ausverkauft war. Da wir aber heiss auf den 3D Film waren, entschieden wir uns für die 23:00 Vorführung und verlegten in eine umliegende Bar.
Dort saßen wir in einem kleinen Nebenraum die Zeit ab und erwarteten einen Nachzügler, der sich noch von Brooklyn aus auf den Weg ins Herzen Manhattans machte.
Bei einem späteren Besuch und diesmal im normalen Bar-Bereich entpuppte sich dieser Laden
als eine Art "Südstaatenkneipe", in der die ganze Zeit richtig amerikanische Musik lief:
Country-Pop, Rock und natürlich Truckermusik.
Zurück im Kino wollten wir gerade den Saal betreten, als man uns darauf hinwies, dass es schon eine Schlange gibt für den Saal und wir uns bitte an deren Ende anstellen sollte. Gut, war diese Schlange bei Öffnen der Saaltüren sowieso hinfällig und alle "stürmten" den Sitzbereich.
Ein paar von uns begaben sich nach Sicherung der Plätze zurück in den Verpflegungsbereich um das Angebot an Zwischenmahlzeiten zu prüfen.
Zu meinem Leidwesen haben Amerikaner das Popcorn anscheinend am liebsten salzig. Gesüßtes gab es nicht, dafür aber extra viel flüssige Butter! Ich entschied mich für eine mittlere Cola und staunte nicht schlecht!Als eine Cola mittlerer Größe wurde mir ein ganzer Liter Cola überreicht, bei dessem Anblick ich mich innerlich schon alle 2 Minuten auf der Toilette sah.
Verwunderlich war auch, dass die Preise für kleine Mahlzeiten im Kino durchschnittlich unter denen deutscher Kinos lagen. Die mittlere Cola lag bei knapp unter 5 Dollar, was zwar nicht billig, aber deutlich günstiger als ihr deutsches Äquivalent ist.
Ich vollbrachte übrigends das Kunststück, meine 3D Brille schon vor dem Film zu verlieren und musste auf eine Ersatzbrille zurück greifen
Schon auf dem Weg zurück zum Platz fiel im unteren Sitzbereich eine sehr dicke schwarze Frau auf, die laut rumpöbelte.
Keiner wusste was sie wollte, aber langsam formierte sich der pöbelnde Widerstand im oberen Bereich, wo auch wir saßen.
Generell pflegen Amerikaner eine sehr lebhafte Kinokultur. Es lag vielleicht daran, dass die meisten Kinobesucher Schwarze waren, die ja bekanntlich ein eher lautes Wesen haben.
Schon bei den Trailern vor dem Hauptfeld wurde laut gejubelt und mehr kommentiert als Netzer & Delling es je tun könnten.
Der Film fing an und es wurde ruhig im Saal. Kurz. Denn als man kurz darauf eine Krankenstation einer Kleinstadt sah, deren Patienten und Personal alle völlig zermatscht überall
rumlagen, ging ein unglaublicher Lärm los, der alle Geräusche abdeckte.

Der Film, der ohne die 3D-Brillenaktion nur sehr unterdurchschnittlich wäre, war voller unsinniger logikaussetzer, aber das sei ihm verziehen. Wie jedoch der ehem. Minenarbeiter, der 7 Jahre im Koma lag sofort nach dem Aufwachen mit bloßen Händen ca. 30 Menschen zerfleischen konnte, wird wohl ungeklärt bleiben müssen.
Die Waffe die der Mörder im sonstigen Film benutzte, ist eine Spitzhacke. Mit dieser kann er unglaubliche Dinge vollbringen und sie scheint ihm irgendwie Superkräfte zu verleihen.
So kickt er die runterfallende Hacke einem seiner Opfer gekonnt mit dem Fuß direkt ins Gehirn.
Geil waren die Animationen durch die 3D Brille. So fliegen Pistolenpatronen oder die magische Spitzhacke auf einen zu, durch den Raum oder man sieht genau in die Gewehrmündung des betrunkenen Opas.
Jedes Mal wenn die Hacke irgendwem in die Birne gekloppt wurde, gingen Schreie, Jubeleinlagen und Pfiffe durch den Saal. Wie auf dem Basar. Am Lustigsten war jedoch die dicke Schwarze unten in der ersten Reihe. Entweder ihr Gepöbel wurde durch lautes Brüllen von oben niedergehalten oder sie regte sich ganz laut über irgendwas auf, was immer wieder zu lauten Protesten führte. Mir persönlich gefiel am Besten, als sie mitten im Film anfing zu telefonieren (!!) Nachdem eine laute Szene die Proteste noch überdeckte, bekam sie beim nächsten Dialog die volle Breitseite. "Shut up, Bitch!" war noch das netteste, als sich der halbe Saal erhebte und anfing sie niederzubrüllen. Danach war aber auch Ruhe, ausser dem normalen Gebrüll halt.
So feuerte der Saal die leicht bekleidete Dame an, als sie vor dem Mörder wegrannte oder man erboste sich daran, dass die Schnepfe vor einem massenmordenden Minenarbeiter Zuflucht in genau der verlassenen Mine suchte, in der vor 20 Jahren alles begann. "Stupid Bitch!" und ein lautes "NOOOOOO!!!" schallten durch den Saal.
Nach dem Film waren wir nicht nur über den durchschnittlichen Film am diskutieren, sondern vor Allem über das Jugendschutzsystem der Amerikaner.
Der Film hatte die Wertung "PG-17", also Parental Guidance - 17.
Das heisst, das jeder unter 17 Jahren den Fim nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten angucken darf. Ist jedoch ein Elternteil dabei, ist es völlig egal wie alt man ist.

So kam es dann, dass Nachts um 23:00 relativ viele Kinder im Vorschulalter in den Genuss eines Horrorfilms gekommen sind. Die Gesichter zeigten auch deutlich wie sehr sích u.A. das knapp 5 jährige Mädchen darüber gefreut hat. Auch in der Schlange zur 0:30 Vorstellung waren wieder zahlreiche kleine Kinder, die danach vermutlich eine sehr geruhsame Nacht hatten.


















Dienstag, 3. Februar 2009

Bilder aus Key West

Key West Diner





Groooooßßßeeee Börgers!





pabba? was ist daaass?
- keine Ahnung, frag deine Mutter-




Bei Ankunft


Kleiner Zoo und große Burger!



Nadine bittet um Beachtung der goldenen Locke
am Ringelschwanz

Sieht nett aus, ist aber ein Riesenwich***!











Nach dem am Freitag nach Webster Hall nicht viel Energie die gemütlichen Räume in einer der vielen Wohnungen auf der Gates Avenue durchflutete, verabredete man sich mit einigen Mit-Studenten zu einem Besuch des Zoos im Central Park.
Im Central Park, der stark vereist und vereinzelt noch verschneit war, befindet sich der kleinere der beiden New Yorker Zoos. Hier gibt es nur ein paar kleine Äffchen, ein Terrarium und ein paar Tiere aus den kälteren Regionen wie zum Beispiel Seehunde, Pinguine und zwei faule Eisbären.

Der andere Zoo befindet sich in der Bronx und hat eine viel größere Auswahl an Tieren, für einen schönen Samstagspaziergang eignet sich der (sehr kleine) Zoo jedoch auch, da er ein sehr schönes Ambiente bietet und man anschließend noch durch den Central Park schlendern kann.

Nach der sehr lustigen Seehundfütterung besuchten wir die sehr amüsanten kleinen Affen und das Terrarium. Ein Fehler war es vielleicht, das überdachte Pinguinbecken zu betreten.
Die Pinguine waren faule Penner, die nur auf ihrem Podest lagen und beinahe jeder der in diesem Objekt stand, roch nachher als hätte er sich mit den Pinguinen über Nacht die Hütte geteilt.
Im Eintrittsgeld für den kleinen Zoo ist auch der Eintritt zu einem kleinen Streichelzoo enthalten. Wer sich jetzt fragt, wieso wir da überhaupt reingehen, der stelle sich bitte einfach kurz weibliches Gekreische beim Anblick kleiner Hasen, Eichhörnchen und Ziegen vor.
Kein Entrinnen.
Die Tierchen waren relativ seltsame Zeitgenossen. Seltsamer jedoch war der Vater, der seinen, sich offensichtlich vor den Lamas fürchtenden, Sohn ununterbrochen dazu anhielt, sein mit Tierfutter beladenes Händchen in das sabbernde (man muss es so sagen) Drecksmaul des Lamas zu halten um diesen Moment väterlichen Glücks mit seiner Kamera festhalten zu können.
„Look in da camera, right in to it! Come on, come on” schallte es immer wieder durch New Yorks Vorzeigegrünanlage, auch nach dem der Bursche den Kampf um die Futterschale längst verloren hatte. Hauptsache wir hatten Spaß und den hatten wir, obwohl die Temperaturen es nicht gut mit uns meinten.
Nach dem auch der letzte süße Hase, das letzte zutrauliche, weil hinterhältig auf Raubzug streifende, Eichhörnchen und der letzte Ringelschwanz vietnamesischer Hausschweine, wobei das relativ ist da dort vermutlich jedes Tier im Haus „lebt“, angekreischt, begrabscht und todfotografiert wurde, stand endlich was für uns Kerle auf dem Programm. Ein richtig authentischer Diner. Ein typisch amerikanisches Restaurant mit zartrosafarbenen Ledercouches, türkis-roter Leuchtreklame, einer Theke und und und. Es liegt weiter nördlich auf dieser wunderbaren Insel (an der 95. St) und ist in der Regel touristenfrei und deshalb einfach sehr authentisch.
Desweiteren war dies ein magischer Moment für mich, da ich bei meinem letzten Aufenthalt in der Stadt (2003) in dem Hotel über dem Diner gewohnt habe und jeden Tag mindestens 1 Mal dort gegessen habe.
6 Jahre musste ich auf diesen Moment warten und nun war er da.


Auf dem Weg dorthin passierten wir im Park mehrere Gruppen jüngerer Männer (25-35 ca.) die sich im Fußball spielen versuchten. Was soll ich sagen? Es tat einfach nur weh in meinen Augen und es erklärte so einiges! Man wollte beinahe hingehen und sagen, sie sollen sich im nä. Sportgeschäft bitte eine Baseball oder Footballausrüstung kaufen gehen! Ich tat es nicht, denn vielleicht waren es auch Holländer oder Engländer und die können das mit dem Fußball auch nicht so gut, auch wenn man sie jedes zweite Jahr wieder daran erinnern muss. Als Deutscher.

Nun ja. Verfroren und hungrig standen wir vor dem erlösenden Schild: „KEY WEST DINER“! Sofort fühlte ich mich heimisch und konnte es kaum erwarten, das typische „Kaffee soviel man trinken kann“ Angebot wahrzunehmen.
Da die Entscheidung bezüglich der Speisenrichtung schon seit Jahren entschieden war, ging es nur darum welchen Burger ich mir in die Plauze torpedieren soll.
Die Auswahl ist sehr weitreichend. Von normalen Burgern über mediterran oder mexikanisch angehauchte bis zum Veggie, Turkey oder Tofu-Burger.

Ich entschied mich für den Key West Deluxe Cheeseburger, was in Verbindung mit mehreren Kaffee für einen Puls von 271 Schlägen führt.
Aber es lohnt sich und hey: es war immerhin erst mein erster Burger in New York….


Also an diesem Tag!
Nach dem ich mir das Fleischmonster inkl. Pommes und Salat reingedrückt hatte sah ich jedoch, dass meine Sitznachbarin ihre „4 Cheese Pasta“ nicht aufgegessen hatte!
Das Wetter war jedoch schon so schlecht genug und für Nudeln ist immer irgendwo Platz. Genau so wie für den Rest Pommes der anderen Tischkameradin und den Rest Coleslaw (amerik. Krautsalat bekannt von Kentucky FC).
Danach war aber wirklich Schluss, die anderen wollten schließlich langsam gehen, da auf dem Hinweg ein sehr edler Friseur gesichtet wurde, dessen Angebot man erfragen wollte, nein musste!

Ich kenne jetzt mindestens eine Person, die sich grade ernsthafte Sorgen macht, aber keine Angst Joerg, Sport mache ich hier auch ab und zu ;)

Nach dem der Friseur von der holden Damenschaft inspiziert war, ging es mit den lokalen Verkehrsmitteln zur Wohnung von einer der Unseren, um die weitere Abendgestaltung zu ermitteln.

Bis heute war dieser Abend bzw. Nachmittag einer der kältesten Tage. So kalt, dass es beinahe schon weh tat wenn man länger als fünf Minuten draußen war oder sogar stand und ich bin wahrlich niemand der schnell friert!
Zum Glück erreichte man schnell das angesteuerte Ziel und konnte es sich dort auf dem Sofa bequem machen und sich Gedanken über den Restabend machen, der noch sehr lustig und auch erschreckend werden sollte, dazu später mehr!

Freitag, 30. Januar 2009

Kleiner Nachzug






Man siehe mir bitte jede Enttäuschung nach die dadurch entstehen musste, dass der letzte Eintrag nun schon eine ganze Woche zurückliegt und eure tägliche Vorfreude mit dem Anwählen dieser sich nicht verändernden Seite arg gedämpft und dabei dennoch irgendwo vergrößert wurde.

Letzten Donnerstag, am 22. Januar, zogen wir aus, um erneut das Neu Yorker Nachtleben zu bereichern.
Irgend(s)wer stieß bei der Selektion der Lokalitäten auf eine
Örtlichkeit mit dem Namen "Webster Hall", wo an besagtem Tage "Ladies Night" das Motto des Abends darstellte. Ernüchterung.
Zwar hat so ein Motto auch eine gute Seite, heißt jedoch, dass es wieder einmal an uns war überteuerten Eintritt zu bezahlen, während das andere Geschlecht einen Bogen um die Kasse machen durfte - klarer Fall von Rassismus!
Man(n) wägte also nun ab und zog dazu unter Anderem das gute Internet zu Rate, um sich Urteile vorangegangener Besucher anzusehen.
Nie zuvor stieß ich dabei auf derart weit auseinandergehende Meinungen.
Die Palette reichte vom "besten Club der Welt" und "most-rockin Place in town" bis hin zu vernichtenden Urteilen die sich über das dort verkehrende Proletariat echauffierten oder von prügelnden Türstehern und von "several Fights" in der Silvesternacht berichteten. Für viele war es einfach der schlimmste Ort an dem sie jemals waren, wobei diese Leute wohl noch nie in der Leverkusener BayArena oder in England waren.
Man rang sich also durch und traf sich nach dem Genuß amerikanischen Dosenbiers zum weiteren Vorfreuen in der Wohnung zweier Mitstreiterinnen in Downtown.
Nach dem Zusammenschluss und dem Ausgehen sämtlicher Getränke die man hier erst ab 21 Jahren kaufen darf, zog man in Gruppenstärke gen Webbster Hall. Zum Glück war die Schlange sehr kurz und man durfte direkt seine 20 USD abgeben. Der Eintritt war zwar nicht sehr billig, aber dafür waren die Garderobe und die Getränke sehr teuer. 4 $ pro Kleidungsstück, weshalb ich mich entschloss meine dünne Kapuzenjacke die ich unter meiner anderen Jacke trage zu behalten. Damen mussten also für ihre Handtasche + Jacke +Unterziehjacke satte 12$ latzen.

Bier 7$ und Longdrinks in Fruchtzwerggröße für 9$ zwangen einen also das Trinken an die umliegenden Supermärkte zu verlegen. Da öffentliches Trinken nicht erlaubt ist, riskierte man sogar noch eine saftige Geldstrafe und so beließ ich es für meinen Teil bei einer weiteren Dose.

Die Disco erstreckte sich über 4 verschiedene "Floors" wobei ich jedoch nur 2 ausmachen konnte.
Einen "Mainfloor", wo Rap und ähnliche zweifelhafte Erzeugnisse zeitgenössischer Musik liefen und wo man dank fehlender Lichtquellen und vieler Besucher mit lichtabsorbierender Hautfarbe kaum sehen konnte und ein kleiner Nebenraum in dem elektronische Musik gespielt wurde.
Wir zogen letzteres vor und es war ein wirklich lustiger Abend, an dem man zum Teil sehr "interessante" Kleidungsmuster von sich in Ekstase tanzenden amerikanischen Frauenzimmern bewundern konnte.

Zum Teil konnte man diese Kleidungsstücke selbst als Person die wenig auf die Kleidung anderer gibt, im modischen Tschernobyl einordnen.
Naja, jedem das Seine ...Oh N*** Alarm!!

Gegen kurz vor 3am wollten wir dann in das wohl jedem Leser bekannte "zum Schneider" verlegen. Eine Handvoll tapferer Kämpfer zwängte sich in ein Taxi und dank Visitenkarte fand der Fahrer den Laden recht schnell. Leider hatte der Schneider schon zu, was vermutlich auch besser war. Man kehrte auf einen Absacker noch in einer Art Diner ein und nach einem holländischen Bier machten wir uns auf den Heimweg.
Nach dem wir uns mal wieder blöd gesucht hatten und endlich in der Subway-Station waren mussten wir dort eine ganze halbe Stunde warten, was ein Jemand zum ausgiebigen Schönheitsschlaf nutzte. Als endlich irgendeine Bahn kam, stieg man einfach mal ein. Anscheinend hatte diese Linie wohl einen extra Nachtfahrplan und nach dem sich an einer Station die Türen schlossen, fuhr der Zug einfach zurück! Wir fanden jedoch heraus, dass dieser Zug nahe einer für uns vorteilhaften Station hielt, die man zu Fuß relativ schnell erreichen sollte.

Zwar fanden wir das richtige Gleis, aber ausgerechnet um 5Uhr morgens musste unser ansonsten täglich zuverlässiger Zug natürlich ausfallen!
Als es eindeutig war, dass kein „A-Train“ fuhr, entschlossen wir uns ein Taxi zu nehmen, da es zu Fuß viel zu weit wäre.
Der russische Fahrer bot uns dann an, uns für 25 $ bis nach Hause zu bringen.
Wir nahmen an und nach einiger Zeit waren wir endlich in wieder in unserer „Hood“. Nach Stunden der Irrfahrt brannte nun der Magen vor Hunger und wir suchten noch unseren Burger-Man um die Ecke auf, der jedoch nicht mehr auf hatte bzw. waren wir gerade in den 2 Stunden da, in denen dort geschlossen ist. Am „nächsten Morgen“ war ich dafür wirklich sehr dankbar!
Genauso für das Betreten des Bettes, wieder mal viel zu spät um kurz vor sieben in der früh…

Montag, 26. Januar 2009

Punkt .


Nach 2 Wochen in New York möchte ich, bevor es hier selbstverständlich weitergeht, schon mal allen danken, die bislang diesen Blog aufmerksam verfolgt haben.

Ich hoffe es hat euch bislang gefallen und ich, aber auch die anderen, freuen uns über jeden Leser den einer von euch gewinnen konnte.

Desweiteren freue ich mich über jeden Kommentar und über jede E-Mail, die mir aus der Heimat zugeht! Schreckt also nicht davor zurück, eure Meinungen, Wünsche und Anregungen hier zu lassen.

Auf weitere schöne 10+ Wochen, die New Yorker Zelle!

Freitag, 23. Januar 2009

Stramm gen 30 und zur Abwechslung mal ins College

Unsere 2 DamInnen in d´r uni!




Unsre Schullklass!

Et Jebotsdachskind


un ene Luftballon



Am 20. Januar 2009 gab es in den Vereinigten Staaten von Amerika mindestens drei Ereignisse von größter Wichtigkeit!


1. hatten wir unseren ersten richtigen Tag im Berkeley College

2. mein Geburtstag

und selbstverständlich drittens, was soll es Anderes sein?
Wir waren bei Macy´s in der Krawattenabteilung!! Ca. 100 qm² nur Krawatten!

Der Tag begann jedoch schon früh, hörte dann spät auf und begann wieder früh wonach er dann irgendwann vollends zu Ende war. Aber der Reihe nach:


Als es noch Montag war, also der 19. Januar, war es in der deutschen Heimat bereits Dienstag, also der Zwanzigste. Ich ward ganz überrascht, hatte ich zu Hause ja schon Geburtstag, während ich mich dem in Brooklyn jedoch noch verweigern konnte, sollte und irgendwie ja auch musste.


Zum warm werden kam, überraschender Weise, der große Eimer frittierter Geflügelflügel auf den Tisch, was nach gut 10-tägiger Indoktrinierung durch die amerikanische Fernsehwerbung relativ sicher irgendwann passieren musste. Ich weiss nicht, wie viel dieses Produkt kulinarischen Abgrunds, das man aufgrund seiner perversen Art von Genuss (welcher schon für bestimmte Zeit vorhanden ist) irgendwie lieben muss - obwohl es Allem widerspricht, was man eigentlich gut finden müsste - gekostet hat, aber zum Appetit anregen war es genau das Richtige! Und selbst, wenn für diesen Berg von in Teig erschlagenem Gammelhähnchen, ein horrend großer Betrag Geld den Besitzer hätte wechseln müssen, so hätten die strahlenden Gesichter der Überraschten jeden Preis gerechtfertigt!


Ich kann mich schon gar nicht mehr erinnern, welche Köstlichkeit uns danach beglücken durfte, aber die Zeit marschierte im Eilschritt Richtung Mitternacht, so dass man schon mal die Stiefel schnürte. Die brauchte man auch, um durch den Schnee die gut 30 Meter zum arabischen 24 Stunden "Kiosk" zurückzulegen. Aber was tut man nicht alles für ein Sechserpack amerikanische Allerweltsplörre, zu Mal, wenn Oma damals 2000 Meilen täglich durch 2 Meter hohen Schnee barfuß zur Schule gehen musste, in der 3oo Kinder und Erwachsene in einer Klasse waren und das ohne Heizung und ohne Gameboy, dann schafft man auch diesen Weg irgendwie, so schwer es auch fällt!


Pünktlich zum Tageswechsel an der amerikanischen Ostküste wurde dann unser nettes Wohnzimmer schön abgedunkelt und es wurden Törtchen mit Spasskerzen aufgetischt.Neben der Gesangeseinlage mit dem obligatorischen "Happy Birthday", bei dem man sich immer
wieder fragt, wieso der Menschheit in all ihrer ganzen fortschrittlichen Weisheit noch keine Ablöse für dieses Lied gelungen ist, gab es für das Geburtstagskind einen sehr schönen Orden und Bettwäsche mit dem Abbild des "unglaublichen Hulk". Unglaublich!


Der sehr nette Abend klang, eigentlich viel zu spät, gegen knapp 3am aus, als auch die letzte Dose "Bud" zerdrückt ihren unvermeidlichen Weg in den Müll gefunden hat.

Der gleiche Tag, nur im Hellen führte uns dann zum zweiten, in Zahlen 2. Mal, ins Berkeley College.
Mein Kurs, geschmückt mit dem wundervollen Namen "New Product Development" (mmmhh... ein Name wie Erdbeeren mit Sahne) wurde von einer Professorin mit gelben (??) Schweissrändern, irgenwelchen Tattoos und Zungenpiercing gehalten. Ihr harter amerikanischer Akzent und das typisch laute und einfach sehr amerikanische Gerede war zwar recht unterhaltsam, wurde aber dank einer Heizung auf Vollgas mit jeder Minute anstrengender.

Die Heizung war so heiß, dass ich mich nach (wem immer auch sei Dank verfrühtem) Ende der "Class" an meiner auf der Heizung abgelegten Jacke fast verbrannt hätte.
Fast schon Pflicht für jeden modernen "Studenten" ist es ja, in jedem Kurs irgendwas zu präsentieren, was man vorher mit seiner Gruppe "geresearcht" hat. Was früher mal willkommene Abwechslung war, ist mittlerweile derart inflationär verbreitet, dass man sich teilweise einfache Frontalvorlesungen oder normale Diskussionsrunden zurück wünscht.

Gut, es war ja schon bald zuende und man entschloss sich, ein wenig durch Manhattan zu ziehen, dass um die frühe Nachmittags erstaunlich ruhig sein kann.
Nach dem Besuch einer sehr guten Pizzeria neben dem Berkeley College Führerbunker und eines Bürobedarfsgeschäftes musste man noch zu Macy´s, dem Kaufhaus - bekannt aus Funk und Fernsehen.

Man könnte wohl mit all den Klamotten die dort herumliegen Afrika zwar nicht ernähren, aber zumindest sehr chic einkleiden. In einer der Herrenabteilungen gibt es zwar knapp 123.852 Krawatten in jeder möglichen (und unmöglichen) Farbe, jedoch keine Bücher. Also fuhr man mit der ältesten Rolltreppe (aus Holz) bis ganz nach oben um feststellen zu müssen: Macy´s verkauft keine Bücher!

Die Überraschung kann ich vorweg nehmen, wir haben es überlebt. So gerade noch!

Zuhause machten die Damen des Hauses noch einen Auflauf, ansonsten endete mein 23. Geburtstag, nach dem ich nun mit 22 Jahren stramm auf die 30 zugehe damit, dass Ugarte von den Schergen Renaults verhaftet wurde um... nein...Moment... das war in "Casablanca", wir guckten Fernsehen, das war alles. Ja genau, wir guckten einfach nur Fernsehen!Ganz normal, nur dass einer ein Jahr älter wurde.

Zufällig wurde an diesem Tag, mit ein paar kleinen Problemen ein neuer amerikanischer Präsident vereidigt.
Die generell ein wenig aufgedrehten amerikanischen Freunde scheinen davon so begeistert, dass sie noch mehr rumlaufen wie 9 Jährige Pänz, die sich an Salvatores extra-starkem Espresso gelabt haben.
Das Trara, das hier um solche Geschichten gemacht wird, auch das offizielle Protokoll, scheint zunächst sehr überzogen, aber eigentlich wünscht man sich ab und an auch bei uns ein wenig mehr Identifikation mit den eigenen Farben, mal eine schöne Parade oder mehr öffentliche Auftritte des Wachbattalions, was aber wohl noch zu "Autobahn" wäre.


Verstärkt dadurch, dass der neue Präsident ein halber Schwar...nein farbig, entschuldigung ein wenig mehr maximal pigmentiert, aber nicht ganz...halt Sub-Sahara, also halt anders, aber gleich natürlich. Also die Eltern sind halt woanders her und der ist halt so als wenn ich im Schatten stehe... ihr wisst schon was ich meine.
Furchtbar diese Political Correctness!!
Amerika hat nun also endlich seinen halb-schwarzen Hoffnungsträger, mal sehen was es bringt. Toll anhören tut es sich ja schon mal ;-) Der ein oder andere "deutsche" Gutmensch wird sich aber vermutlich noch wundern!


Bis in Bälde und Gruß in die Heimat, vor Allem nach Köln!

Montag, 19. Januar 2009

Schnitzel wie bei Oma im fernen Amerika...











Vor knapp einer Woche wollte ich mir und meinen "Fellows" frittierten Ziegenkäse an Essig+Öl servieren und kaufte Paniermehl.
Nun, am gestrigen Sonntag sah ich im Supermarkt ganz ordentliche Pork Cuts und war sofort erpicht darauf, einen schönen Schnitzelabend zu veranstalten.
Gegen frühen Abend begann ich, mit tatkräftiger Unterstütung der anderen Insassen, das Abendmahl vorzubereiten.
Zunächst filettierten wir das Fleisch und verpackten es in Klarsichtfolie.
Denn jeder weiss, daß ordentliche Schnitzel noch ordentlicher geklopft werden müssen!

Da es in unserem Inventar natürlich keinen Fleischklopfer gab, musste ich leider einen Topf nehmen, was einen immensen Lärm verursachte und nach knapp 2 Minuten dazu führte, das unsere ständig in Sorge lebende Vermieterin verängstigt auf dem Treppenabsatz stand und ungläubig auf unsere Wohnungstür starrte.
Weil ich aber Schnitzel nur dünn in meine Pfannen lege, verlegte ich mein Handwerk auf den Balkon, der natürlich zur Straße gebaut ist.
( siehe Video demnächst)

Auch dort dauerte es kanpp 2 Minuten bis die Vermieterin unten vor der Haustür auftauchte und ganz verwundert fragte, "what da hell" wir da tun würden. Als ich sie mit den Worten "Oh, we´re just cooking" beruhigte verschwand sie jedoch lächelnd im Hause und ich konnte endlich meiner Arbeit nachgehen.
Als ich endlich alle dünn hatte, kamen sie - schön paniert - in die Pfanne und bruzzelten vo sich hin. In der Zwischenzeit konnte das andere Küchenpersonal den Tisch decken, Nudeln aufsetzen und Salat machen.
Schon bald darauf war alles hergerichtet und man konnte gemeinsam das Abendessen bestreiten. Von den Nudeln über den Salat bis zu den Schnitzel war wirklich alles perfekt gelungen und man genoss es, endlich mal wieder eine ausgewogene Mahlzeit auf dem Tisch zu haben. Zusammen mit unserer neuen Blumentischdecke, war es ein schöner Sonntagabend in unserer immer wohnlicher werdenden Wohnung und wenn man die Äuglein schloss und das Schnitzel schmeckte und sich der Duft der Schnitzel in den Nasen verteilte, war es wie ein Sommer bei Oma.
Auf dem Landgut, am Tisch unter der großen Eiche bei den Großeltern in Ostpreußen.


;-)


Nach dem Essen setzten wir uns wieder gemeinsam ins Wohnzimmer und schauten "The Day after Tomorrow".
Als wir später noch immer nicht genug von Cineastischen Ergüssen hatten, schoben wir noch den fünften Teil der "SAW"-Reihe nach. Aber wer jetzt denkt, dass wäre schon der gruseligste Teil unseres Abends gewesen, der hat noch nicht den "Gina-Lisa-Film" gesehen.
DAS ist an Horror kaum zu überbieten, ausser meine ganze "Class" stimmt morgen für mich Happy Birthday an, das könnte schon am Throne kratzen!


Herzlichst, eure Neu Yorker!

Zwischenmahlzeiten für alle Gelegenheiten











Und so sehen unsere liebsten "american Kleinigkeiten" aus...

Zutaten: Zucker, Fett und Zucker.
Aber unglaublich lecker!

Bohneninferno und Gourmetküche











Da das amerikanische Speisenangebot, so lecker es auch ist, auf Dauer den (deutschen) Körper innerlich und äußerlich verfallen lässt, beschloss man an den Abenden des Wochenendes zu kochen.
Im nahegelegenen Keyfood Supermarkt kaufte man üppig ein, um verschiedene Gerichte auf den WG-Tisch zaubern zu können.
Zunächst begannen ich und ein männlicher Mitbewohner, die Küche in einen Gourmettempel zu verwandeln.

Auf der Speisekarte sollten gegen Ende folglich folgende zwei Gerichte stehen:

Menu 1:

Hähnchenragout an Wildreis und Sahnecreme in einem Dialog mit Pellkartoffeln.


Menu 2:
Spanischer Reis mit Hüftsteakstreifen án einer Bohnensymphonie und selbstgemachter Tomaten-Chilisauce im Käsemantel, wahlweise mit grünen Pfefferonen.
Es wurde gehackt, geschnitten, filetiert, gerührt, geschählt, gebraten, gekocht, gewürzt und abgeschmeckt.
Eine Höllenarbeit, aber nach knapp anderthalb Stunden waren beide Menues fertig. Für die Damen des Hause gab es dann noch Reis mit Rattatouille und man konnte sich endlich daran machen, das eben gekochte zu verkosten. Und wie nicht anders zu erwaten, schmeckte es wirklich außegewöhnlich gut und alle wurden mehr als satt! Nun gut, der üppige Käse auf dem mexikanischen Gericht war doch ein wenig zu viel des Guten, da er wirklich sehr stopfte und man doch leichte Schnappatmung bekam, aber man gönnt sich ja sonst nichts.
Vor Allem die selbtsgemachte Sauce war wirklich gut gelungen und verpasste dem Ganzen einen schön pikanten Hauch lateinamerikanischen Feuers. Wonderbra, zumal das ganze schön mit Dosenbier gespült wurde.

Man konnte sich danach gemeinsam vor die Glotze legen und gemeinsam "Terminator 3" anschauen. Wieso in aller Welt nach dem dritten Teil auf dem gleichen Sender der zweite Teil "JudgementDay" kam, konnte sich mir bis jetzt nicht erschließen, aber viel wichtiger war es auch, dass nun endlich der Nachtisch rein ging: Yoodles und Boston Creme Rolls (der Himmel auf Erden!!) aus dem Supermarkt. Sechs Stück für 99 cent (!!), unschlagbar!
Kurze Zeit später ging dann auch wieder unser Nachoteller, mit Käse überbacken. Vorzüglich!

Vermutlich werden auf die ca. 74 Kilo die ich mitgebracht habe mindestens 10 weitere draufkommen! Watt willste maache...


;-)




Sonntag, 18. Januar 2009

Von japanischer Karaoke und kölschem Bier
















Nach dem Besuch des französischen Restaurant, folgten wir dem Hinweis unserer "Divisionsleiterin" (das heisst wirklich so!) und fuhren zur 38. Straße, wo es in einer Bar eine Happy-Hour geben sollte.
In den durstigen Köpfen wurden schon die Cocktailkarten und Longdrinklisten durchgegangen, als man feststellen musste, das in dieser asiatischen Karaokebar die Happy-Hour (von 16-19Uhr) nur für Bier und Wein gilt.
Besser als nichts´war also das Motto und schon stöberte man in der kleinen Karte nach dem passenden Nachmittagstrunk.
Die Auswahl an Bier vum Faß war recht überschaubar und so fiel meine Wahl auf "Harp Lager" in der 400ml Version, was sich als sehr gute Wahl herausstellte.
Leider konnte die japanische Kellnerin sich nicht ánnähernd mit einem deutschen Kellner oder gar einem Köbes messen, weshalb man stets an der Theke für Nachschub sorgen musste.
Ein Glas dieses ´Bieres kostete übrigends ca. 3,30$ was ungefähr 2,50€ sind. Eigentlich ein guter Preis.
Da jedoch das Tempo der Bierlieferungen zu wünschen übrig ließ, ging man zu Phase II über: Dem Pitcher. Der Pitcher sollte eine gute Wahl werden, da nun, während in Villa Riba noch an der Theke gestanden wurde, in Villa Bajo schon wieder gefeiert wurde.
Das Niveau der Sangeskünste war durchweg auf gutem Niveau, vor Allem die Japaner am anderen Ende der Theke zeigten, wer der wahre Meister auf diesem Gebiet ist.
Böse wurde es erst, als irgendwer auf den Trichter kam, dass wir 4 Jungs eine nette Combo wären, die den mittlerweile sehr vollen Laden mit Karaoke bereichern sollten.
Ich weiss nicht wer es war, aber es war gut, daß jemand von Aqua das Lied "Barbiegirl" aussuchte, da man dieses nicht wirklich singen brauchte. Die ganz hohe Kunst war es vielmehr, den Part des lustigen Glatzkopfs so tief und den Teil der Barbie so hoch wie möglich nach draussen zu schreien. Nach knapp 4 Minuten war der Spass jedoch vorbei, sprechen oder gar singen konnte nach diesem Stimmwechselinferno jedoch sowieso keiner mehr.
Keine Ahnung wieso, aber der letzte Drink in diesem Laden sollte ein doppelter Tequila werden bevor man auszog um ein "German Pub" zu suchen. Immerhin war es schon kurz nach 7pm und der trinkwütige Deutsche gibt sich bekannterweise nicht mit kleinen Mengen Bier zufrieden.

Nach einer gefühlten Ewigkeit und mit bei minus 10Grad C fast vollständig erfrorenen Gliedmaßen erreichte man das Lokal "zum Schneider". Leider wurde uns der Zutritt verwährt, da es dort drin sehr voll war und wir immerhin mit über 10 Leuten dort aufschlugen. Immerhin durfte ich rein um das Klo aufzusuchen und konnte so feststellen, dass man zu späterer Stunde unbedingt in diesen Laden musste.

Zunächtst steuerte man jedoch eine andere Bar um die Ecke an, das "Niagara".
Ein sehr netter Laden, in dem man aber nur kurze Zeit (ca. eine Stunde) bleiben sollte.
Ich gönnte mir einen halben Liter Amstel für unschlagbare 6 Dollar (4,5o€) und einen Vodka-Redbull für 9$ (6,75€). Zumindest das Bier war zwar über deutschen Preisen, aber immerhin waren wir mitten in Manhattan, genauer in East Village. Der Vodka Redbull lag ungefähr auf deutschem Preislevel, war allerdings auch mit besten Zutaten und von guter Durchschlagskraft, es hatte sich also wenigstens gelohnt.
Im Übrigen machte sich eine weitere nette Sache bemerkbar: In Bars in denen kein Essen servíert wird, darf man sich kleine Snacks mitbringen bzw. mit rein nehmen, so daß wir über eine von einem Mittrinker spendierte Pizza herfielen konnten.

Erstal zu zweit zogen wir dann zurück zum "Schneider", in dem schon eine gute Stimmung herrschte. Im hinteren Teil des Raumes war noch eine kleine Theke mit Platz für 2 Popos und ein blick in die Bierkarte ließ uns staunen.
Es gab fast von jeder Sorte Bier einen Vertreter. Vom Hofbräu über Jever bis zum Reissdorf Kölsch.
Wir entschieden uns für die kleinste Möglichkeit, die Hofbräu Maß. 1Liter kostete 10$ was mit umgerechnet 7,50€ unter dem Maßpreis auf dem Oktoberfest liegt. Die Bedienung war auch aus Deutschland uns spendierte uns einen Korb "deutsches Brot", welches nach dem Weissbrot was man hier sonst so kaufen kann eine wahre Offenbarung war. Es war einfach unbeschreiblich lecker und wir beschlossen, beim nä. Liefertermin uns 1-2 Laibe zu besorgen.
Irgendwann stießen auch die letzten 2 anderen Überlebenden aus dem Niagara zu uns und man quatschte sich so durch den Laden, da Amerikaner sich in einer deutschen Bar anscheinend sehr über "real Germans" freuten.
Nach Rammstein aus den Boxen und noch einer Maß wurde es Zeit für ein Reissdorf. Leider vergaß ich das kleine zu bestellen, aber das war zu dem Zeitpunkt auch eigentlich völlig egal.

Irgendwann war man sowieso nur noch zu zweit und man versuchte sich auf den heimweg zu machen. Das erste Taxi wusste nicht wo die von uns angegebene Adresse war und irrte durch die Stadt, weshalb wir beschlossen, mit der Metro zu fahren.
Leider wussten wir nach der Taxifahrt nicht mehr wo wir waren und unser Zustand ließ auch kaum noch zu das man es herausfand.
Da die Temperatur mittlerweile sehr sehr weit unter Null war, rannten wir durch die Straßen auf der Suche nach einem neuen Taxi. Dieser konnte uns zwar nach Brooklyn bringen, war dort aber auch mit seinem Latein am Ende, weshalb wir wieder einmal durch die Kälte rannten und keine Ahnung hatten wo wir waren. Der nächste Taxifahrer wusste auch nicht wo wir hinwollten und wieder irrte man durch die zufrierenden Straßen Brooklyns. Da wir nun brennenden Hunger hatten, ließen wir uns von dem Fahrer der endlich Ahnung hatte nicht nach Hause, sondern an die Hauptstraße bringen. Da es aber schon fast 3am war, hatte auch hier nichts mehr auf. Ganz toll. Wieder rannte man von dort aus los in Richtung Heimat, denn 1 Block weiter von unserer Wohnung ist ein (sehr leckerer) 24/7 Burgergrill, der uns noch mit BaconCheese Burgern und Pommes versorgte und sich wohl dachte "Welche Spinner" bei ihm total Hacke um diese Uhrzeit vorbeikommen.
Endlich daheim zog man sich noch den sehr geilen Burger rein und beendete einen sehr anstrengenden und lustigen Tag "leicht angescheppert" im Bettchen...

Samstag, 17. Januar 2009

Großer Hunger, kleine Salate

Am Freitag - gegen frühen Mittag - fanden wir uns zum ersten "Pflichttermin" im Berkeley College in Manhattan ein. Nach der üblichen Einführung und einiger Verwaltungsvorgänge, stellten sich ein paar der Professoren vor.
Das Sortiment der "Faculty" reichte vom Zwei-Meter Amerikaner über die indische Frau im Zirkus-Zarazani Kleid bis zum harten Latino Professor mit geilem Hulk-Hogan Gedächtnisschnürres und Kaffeefleck auf dém Anzug.
Als wir dann endlich, nach einer halben Stunde warten im Aufenthaltsraum des College im Hauptgebäude - der unter Anderem einen 2x2 Meter Flachbildschirm mit Playstation3 und großer DVD Auswahl beheimatet - unsere gaaaannz wichtigen College IDs hatten, ging es gemeinsam auf die Suche nach einer adäquaten Mittagsverpflegung.

Schnell einigte man sich auf italianensische Küche und so zog man hinaus in Richtung Little Italy um dort einen passenden Laden zu suchen.
Nach einer kurzen Bahnfahrt erreichte man Downtown Manhattan und schnell stand man vor einem Restaurant, von dessen Besuch uns nur das Übliche "hin&her" vor der Tür trennte.
Im Endeffekt betrat dann der Großteil der Gruppe das "bleue orange", der Rest machte sich auf um ein anderes Lokal zu suchen.
Am Tisch bemerkte man dann schnell, was man sich angetan hatte! Wir schafften es tatsächlich, auf dem Weg nach Little Italy in einem französischen Restaurant hängen zu bleiben!! Französisches Restaurant!! Genau das Richtige, wenn man großen Hunger hat...
Die Tageskarte offenbarte zwar ein nettes Gegenprogramm zum Fast-Food Alltag, aber wenn man eine 40cm Durchmesser Pizza erwartet, dann ist der Salat nicht dein Freund.

Als Vorspeise konnte ich zum Glück eine von meiner Sitznachbarin verschmähte Zwiebelsuppe mit Käsebrot verhaften, die zwar zunächst recht seltsam daher kam, sich jedoch als relativ lecker herausstellte.
Die Suppe war noch ihr letztes Lied am singen, da kam schon der prächtige Hauptgang:
Mein Lalalairgendwasfranzösisches Beet Salad. Das auf der Karte "beet" statt "beef" stand, dämmerte mir so langsam, als der Teller von dem Deutschbrocken vor sich her stammelnden Chef. Nun ja, ausser der roten Beete, die ich mir aber bis zum Ende reindrückte, war es jedoch ein sehr guter Salat - angereichert mit leckerem Dressing, Walnüssen und Ziegenkäse. Satt war man natürlich nicht, aber es reichte um gut gewappnet der anstehenden Happy-Hour entgegenzutreten.

Ein guter Espresso rundete das Essen ab und mit insgesamt 13,50USD war es alles noch in halbwegs geordneten finanziellen Bahnen, wobei 10$ für den Salat günstiger waren als 3,50$ für den Espresso (auch wenn der schon doppelt war).
Immerhin hatten wir viel Spass und es war wirklich schön, das nach dem Essen der Magen einmal "Danke" sagen konnte und nicht in wilden Krämpfen sein Unbehagen äusserte, wie er es schon das ein oder andere Mal seit meiner Ankunft getan hat.
Das tat er jedoch am heutigen Morgen, nach einem sehr lustigen Abstecher ins New Yorker Nachtleben. Dazu später mehr...

Feldpost Ende

Donnerstag, 15. Januar 2009

Der Tag vor dem Tage

Nach drei Tragen des ausgiebigen Marschierens und Fahrens, gönnte man sich heute mal einen sogenannten "Gammeltag".

Zwei Tage Eroberung des "Big Apple" und ein 4,0 Meilen Marsch in ein Fitnessstudio -korrigiere Schwarzen+Latino Muckibude - forderten ihren Tribut und so genoss man auf unserem sehr bequemen Sofa den verschneiten Tag im Herzen Brooklyns.
Nur die zwei Damen des Hauses zogen hinaus und stürmten mal wieder die Kaufhäuser auf der Insel.

Morgen wird dann leider zum ersten Mal der Wecker klingeln, um uns pünktlich zum College-Einführungstag aus den Betten zu reissen. Der Wetterbericht verkündet eine Prognose von -12 Grad Celsius und gefühlte -22 Grad für New York City. Schööööönnnn!!
Nun ja...

Das an sich sehr gute und vielfältige TV-Programm musste heute leider einer Dauerberichterstattung über den Flugzeugabsturz im Hudson River weichen, konnte sich punkt jetzt jedoch wieder normalisieren.

Mal sehen was der Tag morgen bringt und was das College so hergibt... Wir rechnen mit nichts, aber erwarten das Geilste ;)

Feldpost des Amerikaexpeditionskorps.

Erste Eindrücke











Seit meiner Ankunft sind nun die ersten fünf Tage vergangen.


Schon nach dieser kurzen Zeit konnten nahezu alle meine Sorgen beseitigt werden.


Das Viertel ist zwar zu 98% Prozent "Schwarz", jedoch stellte sich dieses bis jetzt nicht als Problem oder als Gefahr dar, im Gegenteil.


Hier wird teilweise noch auf der Straße gegrüßt und selbst auf den ersten Blick seltsam erscheinende Ansammlungen einiger "Homies" gehen friedfertig ihrer Wege.


Das ein oder andere Veedel Kölns und dessen Bewohner sollten sich daran mal ein Beispiel nehmen. Eine derartige Zusammensetzung bei uns, mit den von unseren verehrten Volksvertreter betüttelten, heiß geliebten und in vollstem Umfang protegierten "Freunden" aus 1000 und einer Nacht und EU-Beitrittskandidaten wäre vermutlich weniger entspannt.



Die Wohnung ist ausreichend groß und sehr sehr gut eingerichtet.


Die Preise hier sind in Ordnung und pendeln sich mehr oder weniger auf einem Niveau ein, dass unserem entspricht. Der halbe Liter Bier kostet am 24/7 Kiosk nur knapp einen USD - was das für Konsequenzen hat, kann man sich ja vorstellen ;)








Es hat am Flughafen "Newark Liberty" in New Jersey nur 3 Minuten gedauert, bis die Standardfrage an jeden Deutsch-Deutschen gestellt wurde. Eine deutsche Militärtasche reichte schon aus! Nun ja, besser ich hätte die Frage "You are a Nazi?" mit ja beantwortet. Der ägyptische Fahrer und brennender Judenhasser hätte mich wohl umsonst gefahren ;)








Mehr später!